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im Fach Mathematik


Mathematische Wettbewerbe

Die Teilnahme an Mathematik-Wettbewerben ist für mathematisch begabte Schüler eine hervorragende Motivation, sich intensiv mit mathematischen Fragestellungen auseinanderzusetzten. Aus diesem Grunde beteiligt sich das FEG an vier verschiedenen Wettbewerben:

  1. Mathematik-Olympiade
  2. Bonner Mathematik-Turnier
  3. macht mathe – internationale Mathematikwettbewerbe A-lympiade und Wiskunde B-Tag
  4. Känguru-Wettbewerb
  5. Bolyai-Wettbewerb


1. Mathematik-Olympiade

Mathematik-Olympiade NRW

Die Mathematik-Olympiade ist ein Wettbewerb, der für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 in vier Runden ausgerichtet wird. Mit dem Schuljahr startet stets auch die Schulrunde. Die Teilnehmer haben etwa 2 Wochen Zeit die Aufgaben ihrer Klassenstufe zu Hause zu lösen. Die erfolgreichsten Teilnehmer dürfen bei der Regionalrunde Bonn starten, die dann an einem Vormittag Mitte November stattfindet. Im Februar treffen sich die Besten aus den Regionen zum Landeswettbewerb NRW, der jedes Jahr an einem anderen Ort in NRW ausgerichtet wird. Gut 10 Teilnehmer der Klassen 8 bis 13 darf das Land NRW dann zur Bundesrunde Anfang Mai entsenden. Ausrichter der Bundesrunde ist jeweils ein anderes Bundesland. Die Preisträger der Bundesrunde qualifizieren sich für das Auswahlverfahren zur Internationalen Mathematik-Olympiade.


Josh Lengl zur Mathematik-Olympiade
Dieses Jahr habe ich es geschafft, einen dritten Preis in der Landesrunde der 59. Mathematikolympiade zu erzielen. Ich habe mich nicht besonders vorbereitet, aber mein Wissen durch vergangene Olympiaden erweitert. Besonders stolz bin ich darauf, dass mehrere Schüler aus der Sekundarstufe I, die an unserer Mathe-AG teilnehmen, auch erste und zweite Preise in der Regionalrunde gewonnen haben. Luzia Grunewald, Paul Robaschik, Georg Jungbluth und ich haben die Mathe-AG geleitet und versucht, die Schüler auf die Regionalrunde vorzubereiten. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und wünschen den Preisträgern das Beste für die Zukunft!


2. Bonner Mathematikturnier 

Seit 2011 nimmt das FEG am Bonner Mathematikturnier teil. Jedes Jahr kann sich ein Team des FEG mit über 70 Teams aus ganz Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in zwei Disziplinen messen: in der sogenannten “Staffel”, die vormittags stattfindet, und dem Nachmittagswettbewerb “Sum of Us“. 

Die „Staffel“ ist der Vormittagswettbewerb des Mathematikturniers, bei dem sich jedes Team durch einen Satz von 20 Knobelaufgaben arbeitet. Auf einer Übersichtstafel kann jedes Team seinen aktuellen Platz sehen. 
„Sum of Us“ ist der Nachmittagswettbewerb des Turniers, bei dem es darum geht im Team Aufgaben strategisch zu lösen. 

Bisherige Erfolge der Teams des FEG:

2011: Platz 5
2012: Platz 13
2013: Platz 8
2014: Das Tunier setzte aus (Uni Köln stand als Veranstalter nicht zur Verfügung)
2015: Platz 25
2016: Platz 31
2017: Platz 5
2018: Das FEG hat nicht am Turnier teilgenommen
2019: Platz 53
2020: Platz 1

 Aufgaben aus den letzten Jahren sind bei Frau Brune erhältlich.



 3. macht mathe  (A-lympiade und Wiskunde B-Tag)

Jedes Jahr finden im November die beiden internationalen Wettbewerbe A-lympiade und B-Tag am FEG statt. Bei beiden Wettbewerben bearbeiten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2  Aufgaben des Utrechter Freudenthal-Institut. Bei der A-lympiade geht es immer um Alltagssituationen, die mit Hilfe mathematischer Untersuchungen gelöst bzw. optimiert werden sollen. Bei den Aufgaben des Wiskunde B-Tags werden sind Beobachtungen aus dem Alltag Grundlage, um in mathematische Erkundungen einzutauchen.
In Teams aus drei bis vier Schülerinnen/Schülern der Jahrgangsstufen EF/Q1/Q2  werden Aufgaben in der Zeit von 8.00 – 15.00 Uhr bearbeitet, deren Lösungen in einer zusammenhängenden Arbeit dokumentiert und abgegeben werden. Diese führen evt. sogar zum Landesfinale oder sogar zum Internationalen Finale.

Bisherige Erfolge der Teams des FEG:

2019/2020
A-lympiade: 82. und 101. Platz
B-Tag: 29. Platz

2018/2019
A-lympiade: 9. und 60. Platz
B-Tag: 14. Platz

2017/2018
A-lympiade: 9. und 110. Platz
B-Tag: 5. Platz

2016/2017
A-lympiade: 30. und 57. Platz
B-Tag: 30. Platz

2015/2016
A-lympiade: zweimal 65. Platz im Landesranking
B-Tag: 21. Platz im Landesranking

2014/2015:
A-lympiade: 2. und 12. Platz im Landesrainking, 3. Platz im Landesfinale, 12. Platz im Internationalen Finale
B-Tag: 12. Platz im Landesranking

2013/2014:
A-lympiade: 14. und 43. Platz im Landesranking
B-Tag: 15. Platz

2012/2013: 
A-lympiade: 1. und 52. Platz im Landesranking, Teilnahme am Landesfinale
B-Tag: 3. Platz im Landesranking

2011/2012: 
A-lympiade: 43. Und 74. Platz im Landesranking
B-Tag: 19. Platz im Landesfinale

2010/2011: 
A-lympiade: 45. und 58. Platz  im Landesranking
B-Tag: 24. Platz im Landesranking

Aufgaben aus den letzten Jahren sind bei Frau Brune erhältlich.



4. Känguru-Wettbewerb

Im Gegensatz zur Mathematik-Olympiade, bei der es vor allem auf die überzeugende Darstellung der Lösung ankommt, geht es beim Känguru-Wettbewerb einzig und allein um die richtige Lösung. Es ist ein Multiple-Choice-Wettbewerb, bei dem von fünf vorgegeben Antworten genau eine richtig ist. Diese gilt es zu finden. Anliegen dieses Wettbewerbs ist, dass sich die Teilnehmer 75 Minuten lang mit Mathematikaufgaben beschäftigen und darüber anschließend noch etwas ins Gespräch kommen. Der Wettbewerb findet europaweit am dritten Donnerstag im März statt und hatte im letzten Jahr in Europa fast 3,5 Millionen Teilnehmer in den Klassen 3 bis 13. Das FEG beteiligt sich seit 2001 an diesem Wettbewerb mit jährlich etwa 600 teilnehmenden Schülern.

Stimmen aus den Klassen 5 und 6 (2010): 

Aus Klasse 6 
Dieses Jahr fand ich das Känguru nicht so schwer. Es hat eigentlich Spaß gemacht. Leider gab es dieses Jahr nicht 30 sondern nur 24 Fragen. Daher war ich schnell fertig.
Sonst bin ich nicht so gut in Mathe, aber beim Känguru muss man nur viel denken. Außerdem habe ich den Vorteil, dass ich in der sechsten bin und es daher leichter habe.
Das Känguru macht auf jeden Fall Spaß!

Aus Klasse 5
Ich bin ganz locker an die Sache ran gegangen und erwarte jetzt auch keinen Preis. Ich konnte 18 [von 24] Aufgaben lösen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. 
Manchmal war es ganz leicht und manchmal musste man nachdenken.
Mir hat das ganze sehr viel Spaß gemacht.

Erfreulich für die Schule ist die Tatsache, dass wir bei einer hohen Teilnehmerzahl ein Anerkennungspräsent für den Einsatz im Mathematik-Unterricht erhalten.


Der Schüler Daniel Cook zum Känguru-Wettbewerb
Ist das noch Mathe? Du wachst auf, es ist noch dunkel draußen. Du machst dich trotzdem auf den Weg zur Schule, wie gestern schon und morgen auch. Doch als du dich innerlich vorbereitest auf den kommenden Morgen, freust du dich plötzlich – denn du erinnerst dich daran, dass heute der KÄNGURU WETTBEWERB stattfindet! Ein Lächeln erobert leise dein Gesicht, als du an die lustige Knobelaufgaben denkst. Sie machen Spaß, und sie brauchen kein besonderes Vorwissen, um gelöst zu werden. Oft geht es um logisches und räumliches Denken, Vorstellungskraft und Kreative Lösungen. Frischer Wind für ein Schultag, der sonst wie jede andere wäre. Als die gerade aufgehende Sonne die Schule in Licht badet, entdeckst du plötzlich im Ranzen den Preis, den du letztes Jahr beim KÄNGURU WETTBEWERB gewonnen hast. Ein kleines Knobelspiel, das dich und deine Freunde auch für lange Zeit danach unterhalten hat. Ja, heute ist ein guter Tag: Heute ist der Tag des KÄNGURU WETTBEWERBS.


5. Bolyai-Wettbewerb

Schüler äußern sich zum Bolyai-Wettbewerb
Ich nahm zum ersten Mal an diesem Wettbewerb teil und hatte insgesamt noch nicht viel Kontakt mit Mathematik Wettbewerben. Mein erster Eindruck war positiv und diesen musste ich bis zum Ende der Veranstaltung in keinem Punkt abändern; die gemeinschaftliche Atmosphäre im Saal und der Teamgeist meiner vierköpfigen Gruppe waren sehr angenehm und der Arbeitsprozess zeichnete sich durch Spaß und eine reibungslose Aufgabenverteilung in der Gruppe aus. Und gleichwohl mein Team die Nominierung zur internationalen Runde knapp verfehlte, war es eine schöne Erfahrung, bei der eben nicht nur das bloße Weiterkommen zählt, sondern auch die Freude am Knobeln an komplexen Aufgaben und das Interesse an der Mathematik dahinter, sowie der konstruktive Austausch im Team. Daher kann ich nur sagen: Gerne wieder!“ (Feedback vom Schülerteam der EF)   „Bei Bolyai tüftelt man als Team zwei Stunden lang an Mathe-Rätselaufgaben. Die Arbeit im Team war toll, weil wir uns mit unseren Ideen gegenseitig vorangebracht haben. Es hat dabei sehr geholfen, dass wir uns alle schon gut kannten. Ein besonderes Highlight ist dabei die spannende Wettkampfatmosphäre, wenn viele Teams im großen PZ an verschiedenen Tischen gegeneinander antreten. (Team Klasse 6b, das NRW-weit in ihrer Altersklasse den 3. Platz belegt (von über 350 Teams) und damit auch das stärkste Bonner Team in diesem Wettbewerb war).


Bonner Mathewochenenden

Zur Geschichte:

Es begann im Januar 2003 mit 37 Preisträger*innen der Bonner Regionalrunde der Mathematik-Olympiade aus den Klassen 5 bis 10. Hoch motiviert und voller Begeisterung fuhren wir am Freitag Vormittag zum Aremberg, um uns in unserem Schullandheim bis Montag Morgen mit Mathematik zu befassen. Inzwischen haben wir 54 solcher Mathe-Wochenenden durchgeführt. Und wäre nicht Corona gekommen, wären es gar 57 schon. Bei einer durchschnittlichen Belegung von 30 Schüler*innen haben wir also bisher ca. 1700 Teilnehmer*innen gehabt. Es gibt sie, die mathematikbegeisterten Schülerinnen und Schüler.

Zutatenliste für ein gelungenes Mathewochenende:

  • 20 < Teilnehmeranzahl < 42
  • 2 erwachsene Betreuer*innen
  • Mentoren, x in Abhängigkeit {Teilnehmerzahl; Art des MaWos} – gerne FEG Schüler*innen
  • Schullandheim Aremberg
  • gutes Wetter (optional)
  • gute Laune – garantiert!
  • Spiele und Turniere


Warum fährt man auf das Mathewochenende?

Feedback:

Aufgebrachter Schüler der Klasse 4: „Der hat eben zu mir gesagt, ich sei ein Streber!“

Carolin B. (Mentorin des FEGs) : „Das stimmt ja auch. Denn, wenn du kein Streber wärst, dann wärst du doch nicht hier. Wir sind alle Streber für diejenigen, die es nicht so gut können…“

Antwort des wesentlich zufriedeneren Schülers: „Ach so!“

Lehrerinnen: Ganz objektiv gesehen muss man wohl ein wenig verrückt sein, wenn man sein ruhiges und erholsames Wochenende gegen ein Mathewochenende eintauscht. Schließlich weiß man vorher, dass man sich auf eine große Gruppe von Kindern/Jugendlichen einlässt, die man wahrscheinlich größtenteils nicht kennt und die sich auch nicht immer untereinander kennen. Man weiß, dass man wenig Zeit zum Verschnaufen geschweige denn Schlaf bekommen wird – das Wochenende startet mit dem Treffen auf dem Schulhof Freitagmorgen und endet erst, wenn am Montag alle wieder abgeholt wurden. Und dann ist erst mal ein Erholungsschlaf dringend nötig!

Und trotzdem machen wir es immer wieder. Wir haben uns gefragt warum?

Judith Baier: Ich fahre seit 15 Jahren mit auf die Mathewochenende und habe mich vor 6 Jahren auf die 4er/5er Wochenenden „spezialisiert“. Ich unterrichte gerne und viel in der Jahrgangsstufe 5/6 und finde es wichtig, dass der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium gut gelingt.

Ich finde schon die Abfahrt am FEG immer total spannend – dort treffen die „Neulinge“ aus Klasse 4 und 5 auf die „Wiederholungstäter“, die schon einmal auf einem MaWo waren und die sich wiederum freuen, alte Bekannten wieder zu treffen. Ich freue mich immer darüber, die Mentoren wiederzusehen. Sie sind auf dem MaWo eine unglaubliche Hilfe. Viele von ihnen haben selbst mal mit dem 4er/5er MaWo angefangen und sind als FEG-Schüler in die MaEx eingestiegen. Es ist faszinierend, die Entwicklung dieser ausgewöhnlichen Menschen begleiten zu dürfen und sie auch außerhalb des Unterrichts zu sehen.

Die Mathewochenenden bieten Matheverrückten eine Insel. Viele Erwachsene kokettieren damit, dass sie in der Schule nie gut in Mathe waren und prägen damit entscheidend die Haltung ihrer Kinder. Am FEG sind in den meisten Klassen inzwischen mehrere Schüler*innen, die außerordentlich gut in Mathe sind. Ich erlebe immer wieder, wie ganze Klassen sagen, dass Mathe toll ist.  Diese Klassen nutzen die Möglichkeiten, die wir ihnen bieten und nehmen gerne an den vielen Wettbewerben teil. Ich weiß aber auch, dass dies nicht an allen Schulen der Fall ist und so freue ich mich, wenn wir auf den Mathewochenenden den Schüler*innen eine Heimat bieten können, die im Alltag an ihrer Schule vielleicht nicht so viel Akzeptanz für das Fach Mathe und damit ihr Talent erleben.

Ich genieße auf dem MaWo, dass ich fast ausschließlich hochmotivierte Schüler*innen habe, mit denen ich in einem Tempo und mit einer Begeisterung an Themen arbeite, die im „normalen“ Unterricht undenkbar wären. Hier lassen sich Dinge erproben, Diskussionen führen und Gedankenspiele durchführen, die sonst nicht möglich wären. Oft wird dann noch beim Essen oder bis tief in die Nacht weiter diskutiert. Das ist einfach wunderbar zu beobachten.

Die Teilnehmer*innen profitieren sicherlich von meiner großen Unterrichtsroutine in Klasse 5/6. Andererseits profitiert auch mein Unterricht enorm von den Mathewochenenden. Ich gehe nach einem Mathewochenende mit noch mehr Begeisterung und Elan in die Schule; viele meiner Unterrichtsideen und -konzepte sind aus „Spielereien“ auf dem Aremberg entstanden. Ich bin daher der Schulleitung dem Kollegium dankbar, dass sie mich zum MaWo fahren lassen.

Gabi Ernst-Brandt: Ich bin von Anfang an dabei. Ein ehemaliger Kollege der Freien Waldorfschule Bonn (inzwischen am Gymnasium für Hochbegabte des Landes Baden Württemberg) gab bei der Regionalrunde 2002 die Anregung, die Schüler*innen, die sich für den Landeswettbewerb qualifiziert hatten, doch auf einem Mathe-Wochenende für diesen Wettbewerb zu trainieren. Solche Trainingsmöglichkeiten kannte ich aus meiner eigenen Schulzeit. Mir hatten sie immer gefallen. Warum nicht jetzt als Lehrerin genau das an meine Schüler*innen weitergeben? Gesagt. Getan. Mit dem Schullandheim Aremberg fanden wir vielleicht nicht die besten Bedingungen, aber solche, die all unseren Wünschen entsprachen. Wir sind immer wieder gern dorthin gefahren, auch wenn wir in der Garderobe, in der Tischtennishalle oder in den Schlafräumen der Lehrer und Mentoren unterrichten müssen. Irgendwie geht das immer. Und irgendwie ist das inzwischen auch Tradition. Zu der tollen Stimmung auf so einem Mathe-Wochenende kann ich nur wiederholen, was Judith Baier schon geschrieben hat. Mathematik bis spät in die Nacht und immer noch mit Begeisterung – unglaublich, aber wahr. Eine Lehr- und Lernatmosphäre, die man sich auch für den Alltag wünscht. Ich habe oft gesagt, die Mathe-Wochenenden sind meine Tankstellen, obwohl sie auch sehr anstrengend sind. Ich kann nur jeder Kolleg*in und jeder Schüler*in eine solche Erfahrung – und da muss es gar nicht Mathematik sein – wünschen.